Dienstag, 3. März 2015

holz

>>>Erlenholz

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bei meinen touren sah ich dies rötliche holz und erinnerte mich an
*das räuchern*!
nach dem schlachten, einmachen und wursten kam das räuchern in der räucherkammer.
dafür wurde spezielles holz benötigt, oma bestand auf erle (s.o.) und buche.
in unserem alten niedersachsenhaus gab es im übergang von der diele zum flur eine funktionierende räucherkammer, nach dem bau eines aussiedlerhofes im jahre 1959 war es vorbei mit der herrlichkeit.
für mich ein glück, keine schmierigen holzstangen, kein wurstgarn und kein drehen an der wurstmaschine mit all dem fett grrrr....

Kommentare:

Helga Kuhlmann hat gesagt…

Moin Marianne,
meine Großeltern väterlicherseits haben das auch gemacht, das war damals aber in Hinterpommern, was jetzt ja polnisch ist.
Schmecke n tut so etwas klasse, da kommt das heutzutage nicht mehr mit.
Schönen Tag wünsch ich Dir
Helga

widder49 hat gesagt…

Meine Großeltern waren Selbstversorger, liebe kelly. Sie hatten einen sogenannten Nebenerwerbshof. Als Kinder fanden wir es super. Wenn ich heut drüber nachdenke, wie schwer meine Oma arbeiten mußte und was meine Mutter auf sich nahm, wenn sie täglich mit zwei kleinen Kindern auf dem Fahrrad zu ihren Eltern fuhr, um dort zu helfen. Neben ihrem eigenen Haushalt.
Die Räucherkammer hat meine Tante, die das Haus meiner Großeltern übernahm, erst in den 90ern abgerissen. Aber auch ich kann mich erinnern, dass Buche und Erle Geschmacksgeber waren.

Hier an der Lahn, unten neben dem Flußbett, wurden kürzlich auch etliche Erlen gefällt. Durch die Feuchtigkeit ist das Holz fast dunkelrot. Ich gehe jeden Tag dran vorbei und will es fotografieren. Vielleicht klappt es ja jetzt endlich mal, wo die Tage länger und es auch morgens schon heller ist.

Irmtraud Kesselring hat gesagt…

Kelly, wenn man es aus deiner Warte sieht, vertehe ich es ja,
Aber ansonsten war der alte Brauch doch auch schön. Nichts
schmeckte besser.
Einen schönen Abend wünscht dir
Irmi

marianne döscher hat gesagt…

alle hatten damals ein eigenes rezept und geheimnis, die wurstzutaten waren unbedenklich.
nicht von ungefähr hatten wir immer besuch ;)!
danke, liebe helga!

marianne döscher hat gesagt…

heute nennt sich diese lebensweise autark, mir ist es noch sehr gut in erinnerung.
alles was gebraucht wurde erzeugten wir selber, die hühnereier wurden zum kaufmann gebracht im tausch für zucker, kaffee in 1/8 päckchen und tee.
ein stück meiner zufriedenheit rührt gewiss auch daher, die mühe und arbeit kenne ich noch zu gut. klagen gab es nicht zuhaus, hilfe im haus und auf dem feld hatten wir nicht, jeder musste sich auf den anderen verlassen...
eine gute erfahrung fürs leben!
unsere geschichtchen hören sich nach anno tobak an, dabei ist es noch nicht lange her...
alles gute für dich!

marianne döscher hat gesagt…

moin irmi,
es war normalität damals, wenn die vorräte nicht verderben sollten.
mein ekel vor dem fett an dem tag und die angst vor dem schlachter (vorgeschichte: als kleinkind mit angesehen und seitdem geschrei sobald ein mann im kittel in sichtweite kam).
keine leberwurst schmeckt so gut wie die von oma...