Donnerstag, 6. November 2014

nochmals bahn...

es ist wirklich nicht einfach zu diesem thema sachlich zu bleiben!
für mich als nutzer der bahn gibt es reihenweise knackpunkte:
unpünktlichkeit, schlechter service, bau- und erhaltungszustand, lärmbelästigung (wann kommen verbindlich die neuen achsen), die gehälter im vorstand.

bei dem streik geht es um die gehälter.
wieviel prozent der mitarbeiter bei der DB sind beamte und bekommen bezüge.
dann ist im internet die information:
es gab für 1000 stellen über 12000 bewerber, also muss der beruf des lokführers doch attraktiv sein.

gehälter im vergleich mit anderen ländern ist nach meiner meinung unmöglich, es gibt dort andere lebenshaltungskosten und sozialsysteme.
grundsätzlich wird um brutto gestritten, alle anderen entscheidungen finden bei den wahlen statt. die nettolohnsumme kann ohne nähere kenntnis des einzelfalls nie auch nur annähernd angegeben werden.

rechtens wäre ein vergleich mit anderen ländern und für mich interessant:
pro km bahn - kosten - gewinn - gehalt.

die kritik an der bahn und an der form dieses streiks hat nichts mit dem anspruch des rechts des streiks zu tun!
die entstehung der rechte haben lohnnehmer erkämpft ohne volle streikkassen.

Kommentare:

Träumerle Kerstin hat gesagt…

Ich habe kein Verständnis für den Streik, könnte mich auch endlos drüber aufregen. Jede Putzfrau, jeder kleine Arbeiter, jeder Minijober ist froh, dass er Arbeit hat. Niemals würde mir in den Sinn kommen, meinen Chef nach mehr Geld oder Urlaub zu fragen. Und wenn ich sehe, was für Ausmaße dieser Streik nun hat, dann wird mir übel. Wie soll nun der kleine Arbeiter zur Arbeit außerhalb kommen, wenn er kein Auto hat? Unsere jungen Leute arbeiten in Dresden und müssen jeden Tag mit dem Zug fahren. Sohnemann Nr. 2 wird wohl dieses Wochenende vom Studium nicht nach Hause kommen können, wie denn?
Ich finde das Ganze übertrieben. Sie sollen froh sein, wenn sie Arbeit haben, geregeltes Einkommen, geregelten Urlaub. Wer nicht will oder kann, der kann sich einen anderen Job suchen.
So, das war meine ganz persönliche Meinung, egal wie sie ankommt.
Liebe Grüße in den Tag von Kerstin.

marianne döscher hat gesagt…

ich schrieb ja:
es ist nicht einfach... ;).
liebe kerstin,
grundsätzlich bin ich auf der seite der schwächeren und in diesem fall ist es klar.
wenn es um die bezahlung meiner guten arbeit geht habe ich rechte, mich zu qualifizieren zum beispiel und somit in eine höhere besoldungsgruppe zu kommen. ich persönlich habe umsatzsteigerungsquoten genutzt um dem chef meine unentbehrlichkeit zu demonstrieren und habe aussertariflich mehr geld bekommen.
als nutzer der bahn gibt es viele nachteile und alles verlagert sich nun auf die maroden strassen, nun darf auto oder bus im stau stehen, die umwelt, die soziale gerechtigkeit und gleichheit leiden.
vielleicht ergeben nun die diskussionen endlich mehr mut überhaupt für unser recht zu streiken und zu demonstrieren - ;) es wurde uns mehrfach vorgelebt, umsonst und ohne ansehen.
es muss nicht um das geld gehen!
lg kelly

Helga Kuhlmann hat gesagt…

inzwischen läuft das von der GDL ja auf Erpressung raus, wenn die jetzt schon mit noch längeren Streik drohen :-(. Alles wird sofort abgelehnt - das ist auch nicht richtig.
Nachdenkliche Grüsse
Helga

Träumerle Kerstin hat gesagt…

Ist echt ein Streitthema Kelly und ich wollte nicht bös daher kommen. Vor einer halben Stunde hätte mein Mann von Arbeit kommen müssen, er arbeitet in Dresden. Fahrgemeinschaft, wenigstens mit dem Auto. Aber ich warte und warte mit dem Essen ... Habe gehört, die Autobahnen sind heut dicht. Regt mich schon wieder auf!
Liebe Grüße von Kerstin.

marianne döscher hat gesagt…

nein kerstin - alles ist gut...
die verhältnismässigkeit der mittel sind nicht gerechtfertigt.
klar machst du dir sorgen und folgerichtig verlagert sich der verkehr auf die strasse und wir alle haben den schaden.
der vorschlag aus den nachdenkseiten die bahn fährt -
nur die kontrollen entfallen, alle fahren umsonst als druckmittel gegen den bahnchef, das wäre es!
:) kelly

marianne döscher hat gesagt…

es ist ein machtgerangel und es geht wie in china nur noch darum das gesicht nicht zu verlieren.
verhandlungen dürfen nicht abgelehnt werden, auch aus den eigenen reihen kommt bereits kritik...
lg kelly

Gabriel hat gesagt…

Moin Kelly!
Zwei gute Blog-Einträge von dir zum Thema Bahn-Streik und auch die Kommentare kann ich gut nachvollziehen – ich habe seit Jahrzehnten bewusst kein eigenes Auto und immer versucht alle Reisen möglichst mit der Bahn zu gestalten.
Das geht seit einiger Zeit nicht mehr.
Immer mehr bewusste "Bahner" aus meinem Bekanntenkreis steigen auf Fern-Busse oder Mitfahrgelegenheit um. Anders lassen sich Arbeits- oder sonstige Termine nämlich nicht halten.
Ausserdem betroffen der Güter-Transport mit weiter reichenden Folgen.
Das gesamte Thema Bahn wird unsere Gesellschaft ab jetzt noch lange beschäftigen.

Ein angenehmes Wochenende wünsch ich Dir!
G.

marianne döscher hat gesagt…

danke für den zuspruch!
aus ökologischen, ökonomischen und gesundheitlichen gründen verzichte ich auf das bequeme auto. bei mir steckt hinter allen unternehmungen kein MUSS und kein zeitproblem.
meine einstellung gegenüber der bahn ist inzwischen sehr kritisch...